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Reiseberichte Kingfisher on tour: Unterwegs im eisigen Westnorwegen
Frank Brodrecht

Kingfisher on tour: Unterwegs im eisigen Westnorwegen

Eine Kurzreise führte Marius Miesen und Frank Brodrecht Ende November für 3 Tage in die Region Bergen und Kristiansund. Partnerbesuche und die Besichtigung von vielversprechenden Unterkünften zum Ausbau unseres Westnorwegen-Programms sollten im Mittelpunkt des Trips stehen.

Doch erst einmal spielt das Wetter in Norwegen die Hauptrolle: Vereiste Pisten und Schneegestöber bei der Ankunft in Oslo zeigen uns, dass der Winter in Norwegen das Kommando übernommen hat. Der Weiterflug verzögert sich, Schneepausen müssen gefunden, Tragflächen enteist und Pisten geräumt werden, bevor es endlich weiter geht, und als wir schließlich nach einer recht ruppigen Landung im nachtschwarzen Kristiansund landen, sind wir heilfroh, am Ziel angekommen zu sein. Das ist leider die eine Seite des Reisens im norwegischen Spätherbst und Winter …

Die andere Seite zeigt sich am kommenden Morgen, als wir aus unserem Ferienhaus schauen: Gerade geht die Sonne auf und taucht die vereiste Fjordlandschaft in ein herrliches Licht. Minus 8 Grad bei wolkenlosem Himmel, eine Bilderbuchkulisse!

Nach dem Treffen mit dem Besitzer einer kleinen Ferienanlage geht es am Nachmittag um 15:00 Uhr – die Abenddämmerung hat bereits begonnen – zurück zum Flughafen und weiter nach Bergen. Auch die kurzen Tage bestimmen leider das Reisen im nordischen Winter.

Wir haben Glück: Unser 2-tägiger Aufenthalt in Bergen mit den Besuchen der Inseln Bømlo, Selbjørn, Huftarøy und Øygarden wird zu einem vollen Erfolg: Wir besichtigen wunderschöne Ferienhäuser direkt am Wasser, die schon in Kürze unser Programm erweitern werden, treffen auf herzliche Gastgeber mit großen Plänen, genießen die Winterkulisse der Küstenlandschaft im Sonnenschein und haben sogar noch Zeit zum Uferangeln. In einem Sund gehen uns neben halbstarken Köhlern auch herrliche goldglänzende Pollacks an den Haken – die Westküste von der schönsten Seite!

Eine echte anglerische Überraschung wartet auf der etwa 1.000 Meter langen Salthella-Mole an der Nordküste von Selbjørn auf uns: Auf der Innenseite halten sich noch immer Makrelen auf, und das Ende November bei Frost und Schnee - Klimawandel zum Anfassen!