Über verwinkelte Landstraßen erreichten wir mit dem Auto an einem Nachmittag Mitte April das Örtchen Banagher und wurden direkt von den herzlichen Mitarbeitern von Silverline Cruisers in Empfang genommen. Nach einem kurzen Einführungsvideo lag sie vor uns: die Silver Spray, unser Zuhause für die nächsten Tage.
Da wir beide bis zu diesem Zeitpunkt noch nie ein Boot gefahren waren, hatten wir in diesem Moment ganz schön Lampenfieber. Ein Hausbooturlaub in Irland klang nach Ruhe, Natur und entspannten Stunden auf dem Wasser. Dass es auch ein kleines oder sogar großes Abenteuer werden würde, welches uns teilweise auch an unsere nervlichen Grenzen brachte, ahnten wir da noch nicht.
Ein herzlicher Mitarbeiter zeigte uns mit sehr viel Geduld das Boot und wie man es steuert, inklusive der Beantwortung vieler Fragen. Nach der kurzen Probefahrt fühlten wir uns mehr oder weniger bereit, am nächsten Morgen in dieses Abenteuer zu starten.
Damit wir uns die nächsten Tage versorgen konnten, gingen wir vor unserer großen Bootsrunde in Banagher einkaufen und ließen den Abend mit einer Take-away-Pizza auf dem Boot ausklingen.
Von Banagher in Richtung Norden
Am nächsten Morgen ging es dann los: Die ersten Meter auf dem Shannon waren eine Mischung aus Vorfreude und großem Respekt. Der Fluss wirkte ruhig, aber der Wind zeigte uns schnell, dass er das Sagen hatte. Während wir uns langsam an das Steuern gewöhnten, wurde uns klar: Die Theorie ist das eine, ein echtes Boot, zudem noch ein 11 Meter langes zu steuern, das andere.
Unser erster großer Moment ließ nicht lange auf sich warten – die erste Brücke in Shannonbridge. Mit klopfendem Herzen, VIEL gegenseitiger Ermutigung und einer Portion Improvisation meisterten wir diese.
