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Irland|

Hausbootabenteuer auf dem River Shannon

Ist so eine Hausboottour in Irland eigentlich kompliziert oder eher ein Zuckerschlecken? Julia Niel und Line Inga Dammann vom Kingfisher-Team probierten es aus – obwohl beide vor ihrer Reise noch nie ein Boot gesteuert hatten. Lesen Sie, wie es den Juniorskipperinnen auf dem Shannon erging.

Ankunft in Athlone – zwei Tage zum Durchatmen

Nach einer windigen, aber wunderschönen Fahrt erreichten wir schließlich Athlone. Bevor wir aber einlaufen konnten, kam unsere wohl größte Challenge des Tages: die erste Schleuse. Nachdem wir eigentlich perfekt eingefahren waren, erwischte uns der Wind voll, sodass sich das Boot fast komplett gedreht hätte. 

Der sehr nette und geduldige Schleusenwärter kam uns dann aber glücklicherweise zur Hilfe und leitete uns durch den Schleusenprozess, sodass wir letzlich die Schleuse mehr oder weniger erfolgreich passieren konnten. Das Anlegen bei kräftigen Böen war ebenfalls eine Herausforderung, aber als die Leinen endlich fest waren, fiel die Anspannung von uns ab. Jetzt konnte der gemütliche Teil beginnen, und wir fühlten uns wie "echte Kapitäne". 

Die Stadt empfing uns mit ihrem typisch irischen Mix aus Geschichte, Gelassenheit und herzlichen Menschen. Wir schlenderten am ersten Nachmittag durch die Straßen, ließen uns treiben und planten zusammen den nächsten Tag.

Am zweiten Tag entdeckten wir kleine Cafés, Einkaufsläden und die Geschichte der Stadt. Besonders beeindruckend war Athlone Castle, das über der Stadt thront und einen spannenden Einblick in die Vergangenheit bietet. Ein Besuch in Sean's Bar, dem ältesten Pub Irlands, war natürlich Pflicht und definitiv ein Highlight. Die zwei Tage vergingen wie im Flug. 

Kulinarisch und atmosphärisch hat Athlone einiges zu bieten - hier unsere Top-Empfehlungen:
•    Spill the Beans – perfekt für Kaffee und kleine Leckereien
•    Athlone Town Centre und Golden Island Shopping Centre – ideal zum Bummeln
•    Burgess Park – ein ruhiger Ort zum Spazieren und Durchatmen direkt am Wasser

Von Athlone Richtung Süden

Am nächsten Morgen morgen ging es dann flussabwärts wieder Richtung Banagher. Auf dem Rückweg fühlte sich die Silver Spray fast schon vertraut an, und wir empfanden mittlerweile richtig Spaß am Bootsfahren.

Nachdem wir es dann im Hafen von Banagher bereits beim zweiten Versuch schafften anzulegen, machte sich Erleichterung breit, und wir konnten anfangen unseren letzten Nachmittag und Abend in Banagher zu genießen.

Im Ort stellten wir fest, dass Banagher kulinarisch mehr zu bieten hat, als man auf den ersten Blick vermutet. Besonders empfehlen können wir Flynns Bar & Restaurant, das gemütliche Crank Café sowie den legendären JJ Hough’s Singing Pub, der schon für sich allein ein Erlebnis ist. Leider gab es an unserem Abend keine Livemusik, ab Mitte Mai sollte man aber wieder in den Genuss kommen.

Zusammenfassend können wir sagen, dass wir Irland während unserer Hausboot-Tour nicht nur vom Wasser aus erleben konnten, sondern dabei auch gelernt haben, wie viel Freude es macht, gemeinsam etwas Neues auszuprobieren. Unser Hausbootabenteuer verlief bei uns beiden Kapitäninnen vielleicht nicht immer perfekt, aber genau das macht es so unvergesslich.

Info: Neugierig geworden auf eine Hausboottour in Irland? Wir freuen uns auf Ihre Buchungsanfrage und erstellen Ihnen gerne individuelle Angebote mit Flügen zur grünen Insel. Oder rufen Sie uns gerne an unter Tel. +49 (0) 261 - 91554 - 0.

Über verwinkelte Landstraßen erreichten wir mit dem Auto an einem Nachmittag Mitte April das Örtchen Banagher und wurden direkt von den herzlichen Mitarbeitern von Silverline Cruisers in Empfang genommen. Nach einem kurzen Einführungsvideo lag sie vor uns: die Silver Spray, unser Zuhause für die nächsten Tage.

Da wir beide bis zu diesem Zeitpunkt noch nie ein Boot gefahren waren, hatten wir in diesem Moment ganz schön Lampenfieber. Ein Hausbooturlaub in Irland klang nach Ruhe, Natur und entspannten Stunden auf dem Wasser. Dass es auch ein kleines oder sogar großes Abenteuer werden würde, welches uns teilweise auch an unsere nervlichen Grenzen brachte, ahnten wir da noch nicht.

Ein herzlicher Mitarbeiter zeigte uns mit sehr viel Geduld das Boot und wie man es steuert, inklusive der Beantwortung vieler Fragen. Nach der kurzen Probefahrt fühlten wir uns mehr oder weniger bereit, am nächsten Morgen in dieses Abenteuer zu starten. 

Damit wir uns die nächsten Tage versorgen konnten, gingen wir vor unserer großen Bootsrunde in Banagher einkaufen und ließen den Abend mit einer Take-away-Pizza auf dem Boot ausklingen.

Von Banagher in Richtung Norden

Am nächsten Morgen ging es dann los: Die ersten Meter auf dem Shannon waren eine Mischung aus Vorfreude und großem Respekt. Der Fluss wirkte ruhig, aber der Wind zeigte uns schnell, dass er das Sagen hatte. Während wir uns langsam an das Steuern gewöhnten, wurde uns klar: Die Theorie ist das eine, ein echtes Boot, zudem noch ein 11 Meter langes zu steuern, das andere.

Unser erster großer Moment ließ nicht lange auf sich warten – die erste Brücke in Shannonbridge. Mit klopfendem Herzen, VIEL gegenseitiger Ermutigung und einer Portion Improvisation meisterten wir diese.