Ulvøya/Ulvan Rorbuer / Region Hitra in Norwegen

04. Juli 2017

Unsere Angeltruppe rund um Andreas Mödl berichtet nach Ihrer Rückkehr:

Hallo zusammen,

anbei ein kleiner Reisebericht unserer Gruppe.
Das Haus und die Boote sind absolut top!!!! Beste Lage, kurze Wege allerdings extrem Windanfällig !

Bei der ersten Ausfahrt am 17.06 bei Regen und etwas Wind wurde es schon happig. Plotter an geschalten und aufs Meer gefahren. Da ich ja nicht das erste Mal da war weiß man schon wohin man fahren kann und soll. Skatran sollte es werden aber kam und kam und kam nicht und plötzlich ging gar nichts mehr am Plotter. Auch Echo nur noch Störung. Also gut wieder rein und plötzlich ein Riesenschreck. Kein Land mehr in Sicht, wohin nun. Boah was war ich nervös geworden. Der Wind frischte etwas auf und da ging mir echt der Kackstift. Aber ich hab immer ein Hand-GPS an Board auf dem ich vorab die Koordinaten des Heimathafens eingebe. Und das brachte uns dann auch sicher wieder nach Hause. Mein Rat an alle ! Kompass (und dessen Bedienung) als auch vielleicht so ein schlappes Gerät (meins hat vor 10 Jahren 100Euro gekostet) sollte JEDER dabei haben ! Wirklich das ging so rasend schnell ! Also als Land in Sicht war noch etwas auf Seelachs an den Kanten der 200m Löcher vor Ulvoya. Und siehe da es kamen in 3 Stunden 6 schöne 80er Seelachse an Board. Dann frischte der Wind noch mehr auf und ich beschloss rein zu fahren.

Der Vermieter (der echt Klasse war) kam vorbei und hantierte etwas am Plotter rum und nach ca. 1 Stunden funktioniert das Ding wieder.

Die nächsten Tage sind schnell erklärt. Wind, Sturm so das an eine Ausfahrt nicht zu denken war. Aber damit muß man halt auch rechnen in Norge. Sind mal zum blinkern an unter die Brücke, Krabbsundsbrua, aber selbst da war der Wind noch so stark das wir nach einer guten Stunde wieder abbrachen. 2 schöne Bisse gehabt aber leider keinen verwertet.

Wir vertrieben uns die Zeit mit TV, kochen und ein paar Getränken. Ab Mi. mussten wir dann mit Bier und Ramazotti extrem sparen (-;

Dienstag: Endlich ne Ausfahrt möglich, zuerst aufs 144er aber da war nix. Dann weiter gen Djup- und Nygrunnen, und schon kamen die ersten Pollacks mit ins Boot. Weiter zum Leuchtturm (Flesa) aber hier war nichts für uns zu holen. Wir wollten schon abbrechen denn ein Kollege hatte mit dem Seegang mehr als zu kämpfen... Vorher noch nen kleinen Stop bei Breidflua und dort gings dann mal richtig ab. An den 50-70mtr Kante standen schöne Seelachse und große Pollacks die immer mal wieder in die Fischschwärme hinein raubten. Sogar ein Dreifachbiss hatten der Reihe nach innerhalb 5 Sekunden….

Fazit: Auf der Meereszugewandten Seite standen die großen Fische und die Driften bis zur 120mtr Kante immer ausfahren !
Unsere Truhe beginn sich langsam zu füllen, war auch bitter nötig !

Mittwoch: Nachts Ausfahrt möglich, Schlachtplan:  Tirevet, zum Fingergrund, 37er, 144er, Skatran, 200m Löcher zurück...
Am Tirevet angekommen zuerst mal nach Schwärmen suchen. Rel. schnell einen gefunden als es schon den ersten guten Biss gab. Ein 70er Seehecht hatte sich an meinem Haken verfangen. Guter Anfang. 4 Driften später hatten wir 4 Seehechte, einige schöne Pollacks, und schöne Seelachse sowie nen kleinen Leng der den Drilling so tief geschluckt hatte das ein Releasen nicht mehr möglich war. Weiter zum Fingergrund der echt total leer war, absolut leer ! Nicht ein Fisch. Also gleicht weiter zum 37er gefahren. Dort Riesenschwarm direkt auf der Bergspitze und vor ein paar Jahren hatten wir dort sehr gute Dorsche gefangen also mit Überbeisser runter. Fazit: 3 Stunden dort verbracht, viele Seehechte 98cm (war dann auch der Siegerfisch der Tour von Stefan, 97er Seehecht von mir, 90 Dorsch, 87er Pollack um nur die größten zu nennen). Es war echt ne geile Fischerei auch wenn man fast nicht durch den Schwarm kam. Die Kiste war voll so dass wir die letzten Fische ins Boot legen mussten!!! So stellt man sich Norwegen vor, keine Welle, Sonnenaufgang, eine herrliche Ruhe und die Fische beißen ! Ein geiler Abend ! Morgens um 7 sind wir dann zurück, bis um 9 Fische versorgt und dann ab in die Heia...

Donnerstag: Wieder windig, also mal schauen unter der Krabbsundsbrua, die beiden Berge vor der Brücke, Mysingen abgefischt aber nichts... Also in den Sund, aber hier hab ich noch nie was gefangen. Ein rausfahren war wegen der Dünung nicht möglich und so gesellten wir uns zu den anderen Booten in der Gronnholmenbucht. Kurz erzählt: Nichts brauchbares gefangen. Noch ein paar Versuche an der Fischfarm (ja mit genügend Abstand !!) aber hier war keine Drift vorhanden so dass wir um 22.30 abbrachen und auf den letzten Tag hofften. Negativ war dass der Seegang Stefan so zusetzte das er am nächsten Tag gar nicht mehr rausfahren konnte.

Freitag letzter Angeltag: Wie gesagt ich und Arnold raus gefahren, Skatran leider nur kleine, Gronnholmen und schären leider nur ein paar kleinere Pollacks die wieder schwimmen durften. Noch ein letzter Versuch am 144er, irgendwann muß doch mal Fisch da sein ! Und endlich war Seelachs am Plateau. 75-85cm waren die durchschnittlichen Größen, aber nur Mittig auf dem Plateau Bisse. An den Rändern nicht ein Biss ! Komisch. Naja egal unsere Kiste war schon wieder gut gefüllt und gegen 14.30 beschlossen wir für 2018 die Akte zu schließen.
Fische versorgt "Restlessen und Trinken" und ab in die Falle morgen früh um halb 8 geht’s gen Oslo.

Alles in allem für die paar Tage an denen wir rauskonnten waren die Fänge mehr als Top.

Schätze mal gute 50-55kg mit nach Hause genommen. Gerettet hat uns der Seehecht. Welch geile Filets kommen da denn raus ?!?!?

Abschließend:

Super Haus (bzw. Häuser), Top Boote, guter Steg, nette Vermieter, Bootstanke und Einkaufladen in unmittelbar. Nähe.. Extrem kurze Wege zu den Hotspots, einziger Nachteil, wenn Wind dann ist nichts mit Fischen…. Aber hier stimmt Preis / Leistung wirklich voll und Ganz ! Ich werde bestimmt wieder kommen wahrscheinlich schon wieder 2018 !  

 

Gruß Daniel Mödl

 

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