Angelbericht Mausund

11. November 2016

Unser treuer Kunde, Christian Weber, befischte die Region um Mausund im Spätherbst und brachte uns folgenden Bericht mit:

Nachdem mein Angelkollege Peter und ich seit mehreren Jahren unseren Angelurlaub auf Mausund jeweils im Frühjahr und Sommer verbrachten und stets tolle Fische fangen konnten, versuchten wir es dieses Mal in der, unter Norwegenfahrern eher unpopulären Zeit, im Oktober/November.

Wie immer ging es nach der Fährüberfahrt Puttgarden – Rodby durch Schweden bis Oslo und anschließend über die E3 zu unserem Ziel.

Mausund ist nach den beiden Unterseetunneln nach Hitra, bzw. Frøya mit der Fähre von Duroy zu erreichen und befindet sich „weit draußen“, eigentlich dort, wo man bei geführten Angelausflügen von Hitra und Frøya aus angelt.

Nach dem Auspacken der Sachen wurde das Angelboot gerichtet und es ging los.

Nur wo findet man im Oktober den Fisch? Im Frühjahr und Sommer ist dies kein Problem.

Aufgrund der guten Wetterlage (lt. Vermieter schon seit einigen Wochen) war das Wasser zwar schon recht klar, aber verhältnismäßig warm.

So war zu vermuten, dass sich beispielsweise die Dorsche in tieferes Wasser zurückgezogen hatten.

Gesagt, getan – die erste Kiste mit Dorschen zwischen 4 und 8 Kilogramm konnte in Wassertiefen zwischen 80 und 110 Metern überlistet werden. Beifang waren einige schöne Pollack bis 4 Kilo.

Auffällig hierbei war jedoch, dass die Fische ganz vorsichtig bissen – entsprechend waren die Pilker auch nicht tief geschluckt. Es musste auch mit relativ feinem Gerät und Pilkern bis 100 Gramm gefischt werden.

An den Folgetagen versuchten wir es mit Naturködermontagen (unser Vermieter Odd Johann hat immer eine Truhe voll Makrelen) und wir konnten einige schöne Leng und Lumb fangen.

Leider kam nach einigen Tagen Wind auf und wir konnten nicht mehr ins tiefere Wasser fahren, bzw. wegen der Drift nicht im tiefen Wasser fischen. Mit verschiedensten Pilkern klopften wir die Bereiche von 10 – 50 Meter ab – leider zunächst, bis auf einen kleinen Leng, ohne Erfolg.

Vielleicht aus Frust montierte ich einen handlangen Gummifisch an die Rute und ließ das Teil in das 10 Meter tiefe Wasser hinab. Interessiert sah ich dem Gummifisch im glasklaren Wasser nach und konnte sehen, wie er sich dem Tangbewuchs immer weiter näherte. Plötzlich ein Schlag in der Rute und ein 5-Kilodorsch lieferte am leichten Geräte einen heißen Tanz.

Auch Peter montierte um. Binnen 90 Minuten lagen 20 schöne Tangdorsche und ein maßiger Heilbutt im Boot. Im Gegensatz zu den tiefstehenden Dorschen nahmen diese hier den Gummifisch richtig brutal, wie man es aus dem Frühjahr kennt. Pilker wurden hier überhaupt nicht beachtet.

Es war eine schöne Erfahrung, dass man hier auf Mausund nicht nur im Frühjahr und Sommer tolle Fische fangen kann – auch der Herbst hat seinen Reiz und man kann hier einen erlebnisreichen und erfolgreichen Angelurlaub erleben.

Ein Übriges trug das tolle Wetter bei - die Rückfahrt durch Norwegen hatte etwas vom „Indian Summer“. Tolle Farben und man merkt, dass die Natur langsam zur Ruhe kommt.

Leicht gesagt, im Februar zieht es uns wieder nach oben!